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Die Schilddrüse ist ein schmetterlingsförmiges Organ am Halse, unterhalb des Kehlkopfes gelegen. Die Schilddrüse hat mannigfaltige Einflüsse auf den Stoffwechsel und das vegetative Nervensystem. So treten bei Unterfunktion Symptome wie erhöhtes Schlafbedürfnis, Müdigkeit, ungewollte Gewichtszunahme, Cholesterinerhöhung, Muskelschwäche, Depressionen, Neigung zum Frieren und Veränderungen an Haut und Haaren auf. Auch die Fortpflanzungsfähigkeit ist reduziert. Bei Überfunktion treten spiegelbildliche Symptome auf: Schlafstörungen, Nervosität und Panikstörung, Schwitzen, ungewollte Gewichtsabnahme, Muskel- und Knochenabbau, Haarausfall.

Die Steuerung der Schilddrüse erfolgt durch die Hirnanhangdrüse mittels des thyreotropen Hormons (TSH), woraufhin die Schilddrüse Schilddrüsenhormon (Thyroxin, T4) in das Blut abgibt. Für die Produktion von Thyroxin benötigt die Schilddrüse Jod. Thyroxin ist dabei als Depotform des eigentlich wirksamen Hormons Trijodthyronin (T3) zu verstehen.

 

Schilddrüsenvergrößerung (Struma, Kropf)

Die klassische Struma entsteht durch Jodmangel und kann so groß werden, dass eine Behinderung beim Schlucken oder eine Einengung der Luftröhre mit  Luftnot resultiert. Diese Erkrankung kann überwiegend gleichmäßig (diffus) oder ungleichmäßig (knotig, nodös) auftreten. Eine Struma wird durch Tasten oder durch Ultraschalluntersuchung diagnostiziert.

 

Schilddrüsenkrebs

ist eine seltene Erkrankung. Allerdings kann ein bösartiger Knoten durch eine Ultraschalluntersuchung nicht sicher von einem gutartigen Knoten unterschieden werden. Zur weiteren Klärung eines Schilddrüsenknotens ist daher dann in der Regel eine Schilddrüsen-Szintigraphie und eine Punktion erforderlich.

 

Entzündliche Schilddrüsenerkrankungen

Diese können in akuter (schmerzhafter) oder chronischer (schmerzloser) Form auftreten. Chronische Entzündungen sind Folge einer fortwährenden krankhaften Reaktion des Immunsystems gegen die eigene Schilddrüse. Laborchemische Marker einer solchen Schilddrüsenerkrankung sind Antikörper (Anti-TPO, TAK, TRAK). Menschen mit anderen Autoimmunerkrankungen sind häufiger betroffen als jene ohne solche Störung. Die Erkrankung kann in jedem Lebensalter auftreten. Besonders problematisch ist das in der Regel zeitgleiche Auftreten von entzündlichen Schwellungen der Weichteilgewebe der Augenhöhle (M. Basedow), welches bei Rauchern/Raucherinnen deutlich häufiger auftritt als bei Nichtrauchern.

 

Für alle Schilddrüsenerkrankungen gilt, dass eine genaue Klärung mindestens die Befragung nach Beschwerden, Labor und Sonographie (Ultraschall) erfordert

 

Angebot der Praxis:

  •  Genaue Befragung nach Beschwerden
  •  Symptombezogene körperliche Untersuchung
  •   Ultraschalluntersuchung (Sonographie)
  •   Laborchemische Diagnostik: Funktion, Antikörper, Tumormarker
  •  Szintigraphie (in Zusammenarbeit mit dem Strahleninstitut Prof. Dr. Zwicker / Dr. Köhler, Konstanz)
  •  Punktion  

Realisierung: mindmasters